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GS · Kundenkommunikation

Liebherr-Aerospace

Lindenberg · Flugzeugsysteme · Segment Aerospace

Owner:GSMitwirkende:ABangelegt 2026-08-24
Kundennachricht im Wortlaut

Wir haben heute erfahren, dass die Inbetriebnahme erneut nach hinten geht. Das ist inzwischen die dritte Verschiebung. Ich muss Ihnen offen sagen, dass wir intern die Zusammenarbeit grundsätzlich hinterfragen. Bitte teilen Sie uns bis Freitag verbindlich mit, wie es weitergeht.

Absender: Ansprechpartner beim Kunden · Leiter Fertigungstechnologie
Verlauf: Zwei vorangegangene Terminverschiebungen, jeweils schriftlich angekündigt. Der letzte Austausch war sachlich.
Was auf dem Spiel steht: Laufendes Verlagerungsprojekt und ein möglicher Referenzbesuch, der bereits zugesagt war.

Gesprächsstrategie — Optionen mit Konsequenz

Option 1

Sofort anrufen, verbindlichen Termin erst nach interner Klärung zusagen

Kostet: Man muss im Gespräch aushalten, noch keine Zahl nennen zu können.

Eröffnet: Zeigt Präsenz und trennt die Beziehungsebene vom Terminproblem.

Option 2

Bis Freitag schriftlich einen belastbaren Termin liefern

Kostet: Bindet intern kurzfristig Kapazität und lässt wenig Spielraum.

Eröffnet: Erfüllt die gestellte Erwartung wörtlich und stellt Verlässlichkeit wieder her.

Option 3

Eskalation spiegeln und ein gemeinsames Gespräch mit der Bereichsleitung anbieten

Kostet: Macht das Problem intern beim Kunden sichtbarer.

Eröffnet: Bringt die fehlende Entscheiderposition an den Tisch (siehe Entscheider-Radar).

Kein Versand. Das Werkzeug erzeugt einen Entwurf zum Bearbeiten. Es gibt bewusst keinen Senden-Knopf — der Text wird kopiert, nicht abgeschickt.

KI-Analyse

Fakt
Was wörtlich dasteht

Dritte Verschiebung der Inbetriebnahme. Die Zusammenarbeit wird intern hinterfragt. Bis Freitag wird eine verbindliche Aussage erwartet.

Ableitung
Sachebene

Es geht um Termintreue und Planungssicherheit. Der Kunde könnte einen belastbaren Termin und eine nachvollziehbare Begründung erwarten.

Hypothese
Bedürfnis

Der Absender muss den Termin vermutlich intern gegenüber der Programmleitung vertreten und steht damit selbst unter Druck — im Gespräch zu prüfen.

Bewertung
Eskalationsrisiko und Rolle

Der Absender ist Beeinflusser, nicht Entscheider. Die Formulierung „grundsätzlich hinterfragen" deutet darauf hin, dass die Frage bereits eine Ebene höher gestellt wurde. Das Risiko liegt weniger im Termin selbst als im Vertrauensverlust.

Wissenslücke
Was nicht gesagt wurde
  • Welcher interne Termin hängt konkret daran?
  • Wer hat die Frage nach der Zusammenarbeit aufgeworfen?
  • Welche Folgen hätte die Verschiebung für das Programm?
  • Ist der Referenzbesuch davon berührt?
Aufgabe
Handlungsoptionen

Drei Optionen stehen zur Wahl — siehe Gesprächsstrategie unten.

Aktion
Gesprächseinstieg

Ich rufe heute an, statt schriftlich zu antworten. Einstieg: „Ich habe Ihre Nachricht gelesen und möchte zuerst verstehen, welcher Termin bei Ihnen intern daran hängt — danach sage ich Ihnen, was wir verbindlich zusagen können."

Offene Kernfrage

Welcher Termin steht beim Kunden intern tatsächlich im Feuer?

Qualifizierung

konkretes Projektsignal

Arbeitsstand

„Nicht relevant“ löscht nichts — der Fall bleibt erhalten und ist umkehrbar.

Owner

Sie sind AB, Owner ist GS. Klasse und Arbeitsstand setzt der Owner. Sie können eine abweichende Einschätzung hinterlegen — sie erscheint am Fall, ändert aber nichts, bis der Owner sie übernimmt.